Immobiliensteuerrecht

Das Immobiliensteuerrecht in der Bundesrepublik Deutschland setzt sich aus den Rechtsgebieten des Immobilienrechts und des Steuerrechts zusammen und vereint viele einzelne Gesetze, Normen und Regelungen. Um eine Übersicht über die Besteuerung von Immobilien zu erhalten, muss man sich detailliert und individuell in Bezug auf die zu beurteilende Immobilie mit dem jeweiligen Sachverhalt auseinander setzen. Die Steuergesetzgebung ist nicht außer Acht zu lassen, wenn es um Kauf, Verkauf, Vermietungen an private oder gewerbliche Nutzer oder um andere Investitionen in Bezug auf Immobilien geht. Die Beachtung des Steuerrechts kann maßgeblich über Erfolg und Misserfolg bei Investitionen in Immobilien entscheiden. Dabei ist es wichtig, die Last der Steuern so gering wie irgend möglich zu halten. Verschiedene Immobilien können in unterschiedlichem Maße steuerlich günstig oder ungünstig sein. Hilfreich ist es deshalb, einen Fachanwalt für Steuerrecht oder einen Steuerberater vor dem Kauf von Immobilien zu konsultieren und den Rat des Experten auch bei der Verwaltung in Anspruch zu nehmen. Änderungen im Steuerrecht, die sich ständig ergeben und Einflüsse der aktuellen Rechtssprechung sind zu kennen und zu berücksichtigen. Steuerberater oder Fachanwälte für Steuerrecht sind diesbezüglich normalerweise immer auf dem neuesten Stand und können die beste individuelle Strategie empfehlen.

Das Immobiliensteuerrecht setzt sich aus unterschiedlichen Aspekten der Gesetzgebung zusammen. Je nach Situation können dies zum Beispiel sein: das Abgabenrecht mit Abgabenordnung, die Betriebsprüfung, das Bilanzrecht, das Umsatzsteuerrecht, das Lohnsteuerrecht, das internationale Steuerrecht, das Gewerbesteuerrecht und das Erbschaftssteuerrecht.

Beim Erwerb einer Immobilie fällt grundsätzlich gesehen keine Umsatzsteuer an. Bei geschäftlich genutzten Immobilien kann das im Einzelfall anders aussehen. Manche Verkäufer bestehen auf die Umsatzsteuer beim Kauf, wenn sie sich diese bereits vom Finanzamt erstatten lassen haben. Regelungen zur Umsatzsteuer beim Kauf einer Immobilie müssen zwingend im Kaufvertrag von einem Notar aufgenommen werden. Die Steuerschuld liegt in diesem Fall beim Käufer und ist zusätzlich zum normalen Kaufpreis zu bezahlen. Dies ist ein eindeutiger Nachteil für den Käufer.

Der Vermieter als umsatzsteuerlicher Unternehmer

Wer Immobilien vermietet wird vor dem Gesetz als umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer angesehen und unterliegt deshalb dem Umsatzsteuergesetz. Die Vermietung von Grundstücken ist dabei frei von umsatzsteuerlichen Verpflichtungen. Eine umsatzsteuerpflichtige Vermietung ergibt sich im Gegensatz dazu bei der Vermietung von Parkplätzen oder Garagen.

Weitere wichtige und eventuell zu beachtende Sachverhalte im Immobiliensteuerrecht sind, die Steuerbarkeit und Nichtsteuerbarkeit, die Steuerpflicht und die Steuerfreiheit, die Steuerpflicht bei Vermietungen unterschiedlicher Art, zu differenzieren hierbei auch die gemischte Nutzung von Immobilien (gewerblich und nicht-gewerblich), der mögliche Wechsel der Steuerschuld vom Verkäufer zum Käufer, der Abzug und die Korrektur von Vorsteuer, die Besteuerung von betrieblich genutzten Immobilien, die grundsätzliche Behandlung von Immobilien, die in Betriebe eingegliedert werden, die mögliche Gründung einer Immobilien-GmbH, die realistisch betrachteten Aufwendungen zur Erhaltung von Immobilien, die Bildung von Rücklagen, die Bilanzierung von Immobilienwerten, die Steuerentlastungen und die Gewerbesteuer mit eventueller Doppelbelastung um nur einige Aspekte zu nennen.

Wer sich selbst um die Verwaltung des Immobilienvermögens und die Besteuerung kümmern möchte, hat die Möglichkeit spezielle Kurse zu belegen. Dort wird grundsätzliches Wissen durch z.B. Vorträge und Fallbeispiele vermittelt, was die Besteuerung betrifft, wie die Steuerlast gesenkt werden kann, welche Vorteile in der Umsatzsteuer bestehen, wie die grundsätzliche Ertragsbesteuerung einer Immobilie aussieht und was die Bedingungen der Gewerbe- und Grundsteuer im Immobiliensteuerrecht betrifft.

Eine weitere Hilfestellung im Immobiliensteuerrecht, können Fachzeitschriften sein, die es in gedruckter und als Online-Ausgaben gibt. Diese Fachzeitschriften helfen dabei einen Überblick über dieses sehr komplexe Thema zu bekommen und die wichtigen rechtlichen Veränderungen nicht aus den Augen zu verlieren. Üblicherweise sind als Autoren für diese Art von Informationsschriften ausschließlich Fachleute tätig, die sich auch in der Praxis auskennen. Die Informationen setzen sich zusammen aus Übersichten zur aktuellen Rechtslage und Rechtssprechung, Verwaltungsanweisungen und wichtigen Leitsätzen zur praktischen Entscheidungsfindung.