Steuererklärung (allgemein)

Arten der Steuererklärung

Die Steuererklärung ist von natürlichen oder juristischen Personen beim Finanzamt abzugeben. Sie beinhaltet alle Informationen, die für die Finanzbehörde zur Feststellung und Festsetzung der individuellen Steuer wichtig sind. Es gibt standardisierte Vordrucke zur Erklärung der Steuer für unterschiedliche Arten der Steuererklärung.

Die Einkommensteuererklärung

Bei der Einkommensteuererklärung muss der Steuerpflichtige seine Einkommensverhältnisse offen legen. Das Finanzamt beurteilt aufgrund dieser Informationen wie viel Steuern im Einzelfall zu bezahlen sind. Der Steuerpflichtige kann seine Einkommensteuererklärung selbst abgeben oder einen Steuerberater beauftragen dies zu tun. Das Finanzamt erlässt auf dieser Grundlage einen Steuerbescheid, der Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer festlegt. Da der Steuerpflichtige monatliche Vorauszahlungen für die Einkommensteuer leistet, wird die Differenz zwischen Vorauszahlung und tatsächlich zu besteuerndem Einkommen berechnet. Daraus ergibt sich eine Nachzahlung oder eine Erstattung.

Die Körperschaftssteuererklärung

Als Körperschaftssteuer, die eine Unternehmenssteuer ist, wird die Steuer von juristischen Personen aus dem Inland bezeichnet. Das können im speziellen Kapitalgesellschaften, Genossenschaften oder Vereine sein. Die Körperschaftssteuer ist in Höhe von 15% des Einkommens abzuführen. Juristische Personen sind dazu verpflichtet zu bilanzieren. Auf der Basis dieser Bilanz und des dadurch ermittelten Einkommens wird die Körperschaftssteuererklärung beim Finanzamt abgegeben. Manche Körperschaften wie Parteien und gemeinnützige Vereine, haben eine Befreiung von der Körperschaftssteuer.

Die Umsatzsteuererklärung

Die Umsatzsteuererklärung kommt ausschließlich bei Unternehmen zum Tragen. Durch sie wird Lieferung und Leistung, die den Umsatz ergeben, besteuert. Grundlegend für die Berechnung der Umsatzsteuer ist der Erlös, den ein inländisches Unternehmen erzielt. Sie wird vom Nettoerlös abhängig gemacht und auf die Preise des Unternehmens angerechnet. So kann sie nicht zu den betrieblichen Kosten gezählt werden und hat keine Auswirkung auf den Ertrag eines Unternehmens. Die Umsatzsteuer wird auch manchmal als Mehrwertsteuer bezeichnet. In Deutschland liegt der aktuelle Satz bei 19%.

Die Umsatzsteuer-Voranmeldung

Unternehmen geben monatlich oder vierteljährlich eine Umsatzsteuervoranmeldung ab. So kann Umsatzsteuer schon vor Ablauf des aktuellen Jahres an das Finanzamt voraus bezahlt werden. Bei der Umsatzsteuererklärung zum Ende des Jahres werden die geleisteten Vorauszahlungen auf die Steuerlast angerechnet. Der Sinn dieser Vorauszahlung ist, das Zahlungsausfallrisiko für den Staat zu minimieren und der Allgemeinheit den Zinsvorteil zu gewähren. Für den Unternehmer wird die Zahlung der Umsatzsteuer erleichtert, wenn er sie in mehreren kleinen Beträgen bezahlen kann. So werden Zahlungsengpässe am Ende eines Jahres vermieden.

Die Gewerbesteuererklärung

Die Gewerbesteuer wird auf den Ertrag eines Gewerbebetriebs erhoben. Sie zählt zu den Gemeindesteuern. Gewerbebetriebe, die Kapitalgesellschaften sind, müssen Gewerbesteuer bezahlen. Für ihre Berechnung ist der Gewerbeertrag ausschlaggebend. Meist ist dies der Gewinn eines Gewerbebetriebes nach Abzug von Einkommen- und Körperschaftssteuer. Die Gewerbesteuer wird über einen Messbetrag berechnet, der vom Finanzamt bekannt gegeben wird. Grundsätzlich gibt es einen Freibetrag der vor Berechnung der Gewerbesteuer abgezogen werden darf. Dieses Ergebnis, also der Ertrag minus des Freibetrags wird mit der Steuermesszahl, die seit 2008 3,5% beträgt, multipliziert.

Lohnsteueranmeldung

Über die Lohnsteuer wird eine Vorauszahlung der Einkommensteuer geleistet. Sie wird ausschließlich für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erhoben, vom Arbeitgeber direkt einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Am Ende des Jahres gibt der Arbeitgeber seine Einkommensteuererklärung ab. Die über das ganze Jahr abgeführte Lohnsteuer wird dann auf die zu bezahlende Einkommensteuer angerechnet. Normalerweise ist mit der Lohnsteuer die Einkommensteuer abgegolten.

Erbschaftssteuererklärung

Die Erbschaftssteuer wird erhoben, wenn der Nachlass eines Verstorbenen an die Hinterbliebenen übergeben wird. Die persönlichen Verhältnisse des Erben werden dabei nicht berücksichtigt. Viele Länder schaffen in letzter Zeit die Erbschaftssteuer ab oder reduzieren sie. Die Höhe der Erbschaftssteuer hängt von den hinterlassenen Gütern ebenso wie vom Verwandtschaftsverhältnis zwischen Verstorbenem und Erben ab.

Schenkungssteuererklärung

Auf Schenkungen ist in Deutschland Schenkungssteuer zu bezahlen. Die Schenkungssteuer fällt unter das Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz. In den meisten Fällen wird die Schenkungssteuer nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten berechnet wie die Erbschaftssteuer.