Steuererklärung Tipps

13 Tipps zur Steuererklärung

  1. Der grundlegendste Tipp zur Steuererklärung lautet: Geben Sie Ihre Steuererklärung immer pünktlich zum vorgeschriebenen Termin ab. Spätester Abgabetermin ist der 31. Mai des folgenden Jahres. Wird die Steuererklärung später abgegeben, kann das Finanzamt Säumniszuschläge verlangen, die in der Regel 10% der zu bezahlenden Steuer betragen. Wer nicht im angegebenen Zeitraum fertig wird, hat die Möglichkeit schriftlich eine Fristverlängerung zu beantragen.
  2. Sammeln Sie alle Rechnungen von Handwerkern. Diese können bis zu 3.000 Euro zu 20% von der Steuer abgesetzt werden. Wichtig zu wissen: Dieser Steuervorteil existiert nicht nur für Eigentümer, sondern auch für Mieter. Absetzbar sind ausschließlich Arbeitsleistungen, Materialkosten werden nicht berücksichtigt.
  3. Dienstleistungen die die Wohnung betreffen wie beispielsweise eine Putzfrau, können in Höhe von bis zu 600 Euro im Jahr ebenfalls von der Steuer abgesetzt werden. Zu solchen Kosten gehören zum Beispiel auch: Kinderbetreuung, Umzugskosten, Malerarbeiten, Gartenarbeit und der Hausmeister. Wichtig ist darauf zu achten, dass auch für diese Zahlungen Rechnungen vorliegen.
  4. Informieren Sie sich, welche aktuellen Klagen Gerichte zur Zeit in Bezug auf Steuerfragen prüfen. Selbst wenn diese Sachverhalte noch nicht entschieden sind, können sie bei der Steuererklärung berücksichtigt werden. Selbst wenn das Finanzamt die Aufwendung zunächst zurückweist, kann es sein dass der Sachverhalt bei entsprechendem Gerichtsbeschluss später anerkannt wird und Sie von einer unerhofften Steuerrückzahlung profitieren.
  5. Wer ehrenamtlich arbeitet, kann Aufwandsentschädigungen von bis zu 500 Euro im Jahr steuerfrei erhalten. Für einzelne ehrenamtliche Tätigkeiten sind die Freibeträge sogar höher.
  6. Spenden sind grundsätzlich von der Steuer absetzbar. Berücksichtigt werden seit einiger Zeit bestimmte Spenden in Höhe von bis zu 20%. Es ist auch möglich, dass Spendenaufwendungen auch noch im folgenden Jahr steuerlich berücksichtigt werden. Bis zu 100 Euro bei Ehepaaren werden vom Finanzamt manchmal auch ohne Beleg akzeptiert. Bei Alleinstehenden ergibt sich entsprechend ein Betrag von 50 Euro.
  7. Hilfe bei der Steuererklärung schadet nicht. Diese kann durch spezielle Programme erfolgen, die jedermann einfach und schnell auf dem PC installieren kann. Sie enthalten auch Informationen zu aktuellen Änderungen des Steuerrechts und verhindern, dass wichtige Vorschriften immer berücksichtigt werden müssen und nicht vergessen werden können. Eine weitere Möglichkeit der Hilfe bei der Steuererklärung ist der Gang zum Steuerberater oder der Kontakt zu einem Lohnsteuerhilfeverein. Das gilt vor allem bei schwierigen Sachverhalten.
  8. Wer ein Anrecht auf spezielle Steuerfreibeträge, beispielsweise wegen Behinderung oder Alleinerziehendenentlastung hat, sollte diese unverzüglich eintragen lassen, weil es so möglich wird, das monatliche Nettoeinkommen zu erhöhen.
  9. Sammeln Sie Belege um Werbungskosten geltend zu machen. Als Werbungskosten gelten alle Kosten, die für Berufsbekleidung oder die Anschaffung aller möglichen Gegenstände die der Arbeit dienen, ausgegeben werden müssen. Auch Fortbildungskosten oder Kosten für Fachliteratur, Gewerkschaftsbeiträge und Fahrtkosten gehören dazu. Es besteht ein Werbungskostenfreibetrag von 1.000 Euro im Jahr, der immer automatisch berücksichtigt wird. Alle weiteren Kosten müssen Sie nachweisen.
  10. Computer werden vom Finanzamt als steuermindernd akzeptiert. Bis zu 50% können geltend gemacht werden auch ohne dass Sie eine Arbeit am Computer nachweisen. Wer den Computer zu 100% arbeitstechnisch nutzt, muss dies allerdings beweisen.
  11. Gespartes Geld ist bis zu einer gewissen Grenze steuerfrei. Dies gilt für normale Spareinlagen genauso wie für Werte die in Aktiendepots investiert werden. Wenn es um Aktiengeschäfte geht, sollte allerdings ein Experte befragt werden, denn bestimmte Gewinne aus Aktiengeschäften können ebenfalls einen weiteren Steuervorteil bringen.
  12. Es ist möglich Erträge am Finanzamt vorbei zu schleusen, indem man sie auf Angehörige überträgt.
  13. Kinder die älter sind als 25 Jahre bekommen kein Kindergeld mehr auch wenn sie noch in der Ausbildung sind. Ab diesem Zeitpunkt können Sie aber die Unterhaltskosten für Ihre Kinder von der Steuer absetzen. Es ist möglich, dass durch die Absetzung der Unterhaltskosten mehr Geld unterm Strich übrig bleibt als bei Bezug von Kindergeld.