Betriebswirtschaft (Unternehmen)

Ein Studium der Betriebswirtschaft ist aus Sicht einer Unternehmensführung zwar sinnvoll, aber oft nicht vorhanden. Doch selbst wenn betriebswirtschaftliche Kenntnisse vorhanden sein sollten, bedingt eine wachsende Unternehmensentwicklung die Übergabe diverser Aufgaben in andere Hände. Was ein Unternehmer als erstes lernen muss, ist das Delegieren. Jede Investition in diese Richtung rechnet sich auf vielfache Weise, weil man sich dadurch den wirklich wichtigen und kreativen Aufgaben widmen kann.

Delegieren will gelernt sein!

Zunehmende Komplexität, aktuelle Marktentwicklungen, gesellschaftlicher Wandel oder technologische Entwicklung beeinflussen eine Unternehmensentwicklung ebenso wie die Kaufkraft des Internets als Marktfläche. Statt auf zahllosen Gebieten umfassendes Spezialwissen zu erarbeiten und ständig aktuell zu halten, bedient man sich zwecks dynamischer und flexibler Unternehmensführung heute verschiedener Spezialisten. Um sich dem Wettbewerbsdruck mit geeigneten Mitteln stellen zu können, muss man Kräfte bündeln, Synergien suchen und Ziele im Auge behalten. Betriebswirtschaftliches Denken und Handeln ist heute unverzichtbarer denn je. Unternehmer zu sein, bedeutet eine hohe Verantwortung für Werte, Produktlinien, Dienstleistungen und Mitarbeiter. Damit hat nicht nur die Bedeutung einer kompetenten betriebswirtschaftlichen Beratung für Unternehmer zugenommen, sondern auch die Zahl der Coaching- und Beratungsangebote. Jeder verspricht hohe Fachkompetenz und Know How. Ein Steuerberater leistet heute in betriebswirtschaftlicher Hinsicht einiges mehr als früher. Auch wenn steuerliche Belange aus der Berufsbezeichnung als prominentes Arbeitsgebiet herausstechen: Die Beratungstätigkeit in unternehmerischen Belangen ist längst genauso wichtig. Mit den genannten Entwicklungen steigen eben auch die Anforderungen an Steuerberater.

Betriebswirtschaftliche Unternehmensentwicklung

Steuerliche Belange und Problemstellungen können kaum je von betriebswirtschaftlichen getrennt betrachtet werden. Beides hat viel miteinander zu tun. In einem durch die Bundessteuerberater-Kammer zusammengestellten Berufsprofil erhält denn auch die Beratungstätigkeit heutzutage größeres Gewicht als früher. Spezifische juristische Kenntnisse sind ebenso wichtig wie betriebswirtschaftliche oder steuerliche. Um an solche Beratungen zu kommen, sollte man nicht zum freiberuflich arbeitenden Steuerberater in der Vorstadt gehen, sondern zu einer namhaften Kanzlei, die verschiedene Schwerpunkte und ein entsprechendes Profil hat. Steuerberater heutiger Tage müssen sich in Fortbildungen, Fernstudiengängen und Lehrgängen thematisch erweitern und fit halten. Sie müssen sich mit Kostenmanagement, Firmensanierungen, Finanz-Controlling oder Investitionsberechnungen auskennen. Auch Existenzgründer lassen sich zunehmend von einem Steuerberater informieren. Muss man zwecks Verkaufs eines Unternehmensteils eine Unternehmensbewertung vornehmen lassen, ist der Steuerberater die richtige Adresse. PC-Kenntnisse und die entsprechende Software können Tätigkeiten wie die Beratung in kaufmännischer Unternehmensführung, in übersichtlichem Rechnungswesen, in Sachen Kostenmanagement, Rentabilitäts- und Liquiditäts-Controlling unterstützen. Wo und wie man wirtschaftlich investiert, welche Rechtsform ein saniertes und gestrafftes Unternehmen zukünftig haben soll oder ob eine Fusion sinnvoll ist, sind Bereiche, in denen das betriebswirtschaftliche Denken des Steuerberaters gefordert wird.

Vorteile eines Steuerberaters

Der größte Vorteil liegt darin, dass der Steuerberater das Unternehmen bereits von anderen Seiten – beispielsweise durch die Bilanzen und Steuererklärungen – kennt und mit ihm vertraut ist. Er ist kein externer Berater im Sinne eines Fremden, sondern ein bereits in die Materie eingearbeiteter Fachmann. Es besteht idealerweise bereits ein Vertrauensverhältnis. Mandant und Steuerberater haben meist ein auf längere Dauer angelegtes Arbeitsverhältnis. Das macht die Beratung besonders effektiv, weil sie auch auf mittel- und langfristig eintretende Veränderungen Bezug nehmen kann. Zwar bieten auch Unternehmensberater ähnliche Leistungen, aber ihre internen Kenntnisse sind eben nicht so umfassend und tief. Zudem fallen steuerliche Aspekte aus der reinen Unternehmensberatung heraus. Ein Steuerberater ist immer eigenverantwortlich tätig. Er unterliegt der Schweigepflicht und verdient im Unterschied zu einem Bankberater, der einem wahrscheinlich Produkte verkaufen möchte, selbst am Erfolg des Mandanten nicht mit. Sämtliche firmeninternen Daten sind in Steuerberaterkanzleien geschützt und müssen weder Banken, Behörden noch anderen Institutionen mitgeteilt werden. Zudem sichert die Pflicht zum Abschluss einer Vermögensschadens-Haftpflichtversicherung eine gewisse Mindestdeckungssumme gegen Fehler bei der Beratung ab. Alle empfohlenen Beratungsschritte können in modern ausgestatteten Kanzleien durch entsprechende Computerprogramme simuliert werden, um sie zu testen.